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Verwendung von chemischen Produkten
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Chemische Produkte zur Wasserpflege sindsolche Mittel, die einen Wirkstoff in hoher Konzentration enthalten. Das ist auch der Grund dafür, daß sie bei nicht fachgerechter Anwendung starke chemische Reaktionen auslösen können. Solche Reaktionen sollen möglichst vermieden werden, da sie schwer zu kontrollieren sind und deshalb eine Gefahrenquelle darstellen. Deswegen setzt ein sicheres Arbeiten mit diesen Produkten voraus, daß der Wirkstoff verdünnt wird, bevor man ihn dem Badewasser zufügt. Die wichtigsten Regeln sind dabei: Das Produkt mit der größeren Dichte muß dem Produkt mit der geringeren Dichte zugefügt werden, und nicht umgekehrt. So werden sich die beiden Produkte leichter vermischen. Wenn man zum Beispiel mit Säuren oder Alkalien (Basen, Laugen) arbeitet, bedeutet dies, daß man die Säure oder das Alkali ins Wasser gießt und nicht das Wasser in die Säure bzw. in das Alkali.
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Die Verdünnung von Säuren oder Alkalien erzeugt große Hitze. Vorsicht vor Spritzern! . Jeder Kontakt mit der Haut, den Augen, der Kleidung, Steinen, Metallen usw. ist zuvermeiden. Im Falle eines Kontaktes ist die Kontaktstelle sofort und intensiv mit sauberem Wasser abzuspülen. Die Produkte dürfen auf keinen Fall in konzentrierter Form dem Schwimmbecken zugegeben werden. Desinfektionsmittel dürfen nie mit der Schwimmbeckenauskleidung in Kontakt kommen. Schnellösliches Granulat muß zuerst im Wasser, z.B. in einem Eimer, aufgelöst werden. Tabletten, die sich nur langsam auflösen, müssen in den Skimmer oder ein Dosiergerät gegeben werden. Nur schnellösliche Pulver können direkt ins Wasser gestreut werden. Das Prinzip der schnellen Auflösung besteht darin, daß die Pulverteilchen aufgelöst sein müssen, bevor sie den Schwimmbeckenboden erreichen. Wenn dem Schwimmbeckenwasser chemische Produkte zugefügt werden, muß die Umlaufpumpe immer in Betrieb sein. Für hochkonzentrierte Produkte wird die Konzentration in Prozent ausgedrückt. Bei Verdünnungen spricht man im allgemeinen von ppm (parts per million), Ein Gewichtsteil pro 1 Million Gewichtsteile entspricht z.B. einen Milligramm pro kg (Kilogramm) oder Gramm pro t (Tonne), Ein Liter Wasser wiegt ungefähr ein Kilo, was somit bedeutet, daß ein ppm auch einem Milligramm pro Liter entspricht.
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PH-Wert Der pH-Wert (Wasserstoffexponent) ist eine Zahl, die die Konzentration der Wasserstoff-Ionen im Wasser ausdrückt, Wasser (H2O oder HOH) spaltet sich zu einem kleinen Teil in negative Hydroxyl-Ionen (OH-) und positive Wasserstoff-Ionen (H+) auf,
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Wie wird der pH-Wert gemessen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, den pH-Wert zu bestimmen: Die einfachste und genaueste Methode ist die Verwendung eines elektronischen Apparates, wie er bereits von vielen Händlern für Wasseraufbereitungsprodukte verkauft wird. Dieses kleine Instrument ist langlebig und nicht teuer: Vergessen Sie nicht, Ihren Händler zu fragen, ob der Apparat auf eine Standardlösung geeicht wurde (pH = 7). Flüssige pH-Indikatoren sind Farbstoffe, von denen man einer Wasserprobe aus dem Schwimmbecken einige Tropfen beimischt. Die Farbe hängt vom pH-Wert ab und kann mit einer Farbskala verglichen werden. Bei der Interpretation der Farbe muß jedoch mit einer gewissen Vorsicht vorgegangen werden. Wenn nämlich die Farbe zum Beispiel den niedrigsten pH-Wert auf der Skala anzeigt (in der Regel pH 6,8: gelb), bedeutet das, daß der pH-Wert 6,8 ist oder niedriger. Dasselbe gilt, wenn man die Farbe erhält, die dem höchsten pH auf der Skala entspricht (in der Regel Rot). Diese pHIndikatoren sind oft im Analysebeutel für Desinfektionsmittel (aktives Chlor u.a.) enthalten. Gelegentlich findet man auch pH-Indikatoren aus Papier. Es handelt sich um kleine Papierstreifen, die sich verfärben, wenn man sie einige Sekunden in Wasser taucht. Was die Interpretation der Farbergebnisse anbelangt, müssen dieselben Bemerkungen gemacht werden wie für die Flüssigindikatoren. Die Interpretation der Farben ist hier sogar noch schwieriger. pH-Wert-Änderung: Der pH-Wert kann durch Beifügung von Säuren oder Basen verändert werden. pH-Wert-Erhöhung durch Beifügen von Basen: In den meisten Fällen wird Natriumkarbonat (Na2CO3 -pHplus) verwendet. Lieferform: Pulver oder Granulat. Dieses Produkt kann problemlos angewandt werden; es wird jedoch empfohlen, das Pulver vorher in Wasser aufzulösen. Auch Ätznatron (Natriumhydroxid NaOH) kann zur Erhöhung, des pH-Werts verwendet werden. Es darf nie in reinem Zustand ins Schwimmbecken geschüttet werden. Es handelt sich um ein Granulat, das zuerst aufgelöst werden muß: 1 Kilo auf 10 Liter Wasser. Wahrend der Auflösung des Granulats wärmt sich das Wasser stark auf. Darüber hinaus verläuft diese Auflösung ziemlich langsam. Es ist daher günstiger, Ätznatron in gelöster Form einzusetzen. Vorsicht! Stark Ätzend. pH-Wert-Senkung durch Zugabe von Säuren: Natriumbisulfat (NaHSO4 -pH-minus) wird dazu meistens verwendet. Dieses feine Granulat ist einfach löslich, aber muß erst gelöst werden, bevor man es dem Schwimmbecken zufügt. Auch Schwefelsäure (H2S04) und Salzsäure (HCl), ausgesprochen starke Säuren, können verwendet werden. Die entsprechenden Anwendungsvorschriften müssen unbedingt eingehalten werden. Diese Säuren müssen immer verdünnt werden (± 10 %), bevor man sie ins Wasser des Schwimmbeckens gießt.
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Alkalinität (TAC) Die Messung der Alkalinität gibt Aufschluß über die Beständigkeit gegen pH-Schwankungen. Je höher die Alkalinität, desto schwieriger ist es, den pH-Wert zu ändern (um dieselbe pHÄnderung zu erzielen, braucht man eine größere Menge Säure oder Base). Das Vorhandensein von Kohlendioxid (CO2) in all seinen Erscheinungsformen ist die wichtigste Ursache für Alkalinität. Je nach pH-Wert wird man dieses Gas in Form von Karbonat (CO32- : hoher pH-Wert) oder Bikarbonat (HCO3: neutraler pH) antreffen. Die Reaktionsmechanismen sind: Zusatz einer Säure. Die Alkalinität hängt vor allem ab von der Temperatur und dem Druck der umgebenden Atmosphäre, der über dem Wasser herrscht. Frisches Leitungswasser erreicht gut und gern eine Alkalinität von > 400 ppm. Wenn dieses Wasser einmal im Schwimmbecken ist, sinkt die Alkalinität ziemlich rasch auf 200 ppm ab (etwa 16°C).
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Der Grund dafür ist, daß ein Teil des Kohlendioxids aufgrund der Druckverminderung verdampft; Wenn das Wasser dann aufgewärmt wird, sinkt die Alkalinität bis auf 100 ppm (etwa 26°C) oder - im Falle höherer Temperaturen -sogar noch tiefer. Es ist möglich, die Alkalinität durch Titration des Wassers mit Hilfe einer Säure zu messen, wobei ein pHIndikator verwendet wird. Dazu wird die Säure tropfenweise beigefügt, bis sich der Indikator verfärbt. Man findet im Handel Standart- Analysebeutel. Sie können die Alkalinität auch mittels obiger, wenn Sie den pHWert des Wassers Ihres Schwimmbeckens ändern. Die beste Methode, die Alkalinität zu verändern, ist eine Korrektur der Wassertemperatur. Bei einer Senkung der Wassertemperatur löst sich Kohlendioxid im Wasser auf, was zu einer Erhöhung der Alkalinität führt. Eine Beeinflussung der Alkalinität ist auch durch Zusatz von chemischen Produkten möglich: Die Zugabe von Natriumbikarbonat (NaHCO3) erhöht die Alkalinität. Dieser Effekt ist aber nur von kurzer Dauer, denn wenn man nicht zugleich die Temperatur senkt, entweicht das Kohlendioxid aus dem Wasser. Titration = Das Produkt tropfenweise dem Wasser beifügen, bis sich der Indikator verfärbt; anschließend die Menge des zugesetzten Produktes ablesen. Indikator = Titrationszusatz, der die Eigenschaft hat, sich je nach pH-Wert, oder Redoxpotential zu verfärben.
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Wasserhärte (TH oder dH) Die Wasserhärte gibt Aufschluß über die Konzentration von Kalzium- (Ca2+) und Magnesium-Ionen (Mg2+) im Wasser. Ein hoher Härtegrad bedeutet eine Gefahr der Bildung von Kalkablagerungen, was eine negative Auswirkung auf Wärmeaustauscher, die Ästhetik der Wasserlinie u.ä. hat. Im Falle eines zu niedrigen Härtegrades wirkt Wasser korrosiv auf Leitungsrohre,
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da ein schützender Kalkfilm fehlt. Kalk (Kalziumkarbonat) ist nur wenig löslich. Wenn die Konzentration der Karbonate steigt, z.B. im Fall einer pH-Wert- Erhöhung (siehe Alkalinität), muß sich die Konzentration des Kalziums verringern, so daß das Produkt der Konzentrationen wieder 5 x 10-9 beträgt. Dies führt zur Ausfällung aus Kalk (=Ablagerungen) Die Wasserhärte kann mit Hilfe einer Titration mit Äthylen- Diomin-Tetraazetat (EDTA) und dem Eriochromschwarz- Indikator ermittelt werden. Es ist besser, diese Analyse von einem Labor vornehmen zu lassen. Für Leitungswasser können diese Informationen beim Wasserwerk eingeholt werden. Es ist nicht einfach, die Härte des Wassers zu reduzieren. Am besten eignet sich dazu ein Wasserenthärter. Bei diesem Prozeß werden Kalziumionen eingefangen und gegen Natrium-Ionen ausgetauscht. Eine andere Abhilfe bei zu hartem Wasser stellt der Zusatz von Entkalkern dar. Es handelt sich dabei um chemische Produkte die mit den Kalziumund Magnesium-Ionen lösliche Komplexe bilden. Die Verwendung solcher Produkte vergrößert den Härtewert auf der Taylorschen Balance.
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Wassertemperatur Die Wassertemperatur sollte 32ºC nichtübersteigen. Wasserpflege Obwohl sie einer Behandlung mit Fungiziden erfolgte, die das Entstehen von Algen und Bakterien auf der Oberfläche der Auskleidung verhindern, sollte der Verwender von Alkorplan 2000® ständig darauf achten, dass das Wasser seines Schwimmbades stets einwandfrei sterilisiert ist und die folgenden die Werte aufweist: PH: 7,2 bis 7,6 Chlorgehalt zwischen 0,3 und 0,8 g/m3 Pflege während der Benutzung Es ist notwendig, die tägliche Reinigung der Skimmer und des Filters vor der Elektropumpe zu überwachen, sowie den Filterinhalt und die Dauer seines Betriebszyklusses zu kontrollieren. Diese Kontrollen garantieren das einwandfreie Funktionieren der Filterinstallationen, für deren Leistungsfähigkeit eine korrekte Sterilisierung erforderlich ist. Die Wasserleitung muss regelmäßig gereinigt und von Ablagerungen jeglicher Art befreit werden.
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Es dürfen keine zu Abnutzungserscheinungen führende Reinigungsmittel verwendet werden. Wintersaison Während der Zeit im Winter, in der das Schwimmbad nicht benutzt wird, ist folgendes zu beachten: • Anbringung einer Abdeckung für das Schwimmbad. • Schutz der Oberfläche, Skimmer und Filterinstallationen vor Frost. • Anwendung einer Wasserpflege, die garantiert das das Wasser ständig sauber und steril bleibt. Zögern Sie nicht, das Pflegepaket für die Wintersaison bei Ihrem Fachbetrieb anzufordern. Oxidation Organische Stoffe, Mikroorganismen und toxische Elemente wie Nitrite und Sulfite werden vor den Oxidationsmitteln vernichtet. Der COD oder CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) gibt die Menge der oxidierbaren Stoffe im Wasser an. Er wird durch Titration mit Hilfe von Kaliumpermanganat ermittelt (deshalb spricht man neben chemischem Sauerstoffbedarf manchmal auch vom Permanganatverbrauch des Wassers). Der CSB muß immer unter 4 ppm liegen. Ist das nicht der Fall, so bedeutet dies, daß es zu viele Verunreinigungen gibt, die von dem im Schwimmbeckenwasser verwendeten Desinfektionsmittel nicht oxidiert werden können. In diesem Fall ist das Beckenwasser durch frisches Wasser zu ersetzen. Das Oxidationsvermögen eines Desinfektionsmittels wird wie eine elektrische Spannung gemessen und heißt Redoxpotential . Bestimmte Automatiksysteme verwenden diese Messung, um die Menge der dem Wasser zugefügten Oxidationsmittel zu regulieren, In dem Fall müssen diese Systeme das Redoxpotential über 670 Millivolt halten. Das Redoxpotential hängt von der Art und Konzentration des Oxidationsmittels ab. Der letztere Parameter kann auch durch Verfärbung des O.T.O. (Ortho-Toluidin: orange Farbe) oder besser noch mit Hilfe des D.P.D. (Diäthylen-Phenylen-Diamin: violette Farbe) ermittelt werden.
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